Welches Holz passt zu mir. Oder: Welche Vorteile bringen mir Möbel aus bestimmten Holzarten

Hallo, schön, dass Du da bist.

 

Holzmöbel strahlen eine natürliche Ruhe und Geborgenheit aus. Aber Holz ist nicht gleich Holz. Die Optik weicht stark voneinander ab. Sie können skandinavisch, modern oder rustikal wirken und haben somit die Zauberkraft jeden beliebigen Einrichtungsstil zu unterstreichen.

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum es so viele verschieden Holzarten bei Möbeln gibt?

 

Und was genau ist hier eigentlich der Unterschied?

 

Geht es rein um die Optik oder haben die verschiedenen Hölzer noch andere Nutzen?

 

Gerne nehme ich Dich hier einmal auf die Reise durch die Wälder dieser Welt.

 

In Deutschland wird am liebsten einheimischen Holz für den Möbelbaui verwendet. Dies ist in den meisten Fällen:

- Eiche

- Lärche

- Buche

- Ahorn 

- Lärche

- Fichte

- Kirsche

- Birke

- Nussbaum

- Kiefer

 

Ein großer Punkt bei der Wahl des Materiales ist die Belastbarkeit und Stabilität. Hier reagieren die Hölzer ganz verschieden auf Wärme, Feuchtigkeit oder/ und Belastung. Hier ist die sogenannte  entscheidend. Dieser Wert wird als Brinellwert (HBW) beschrieben.

 

Eiche und Buche sind mit 34 HBW die härtesten, heimischen Hölzer, die es bei uns gibt.

Die ist demnach sehr robust und ist für seine Langlebigkeit bekannt. Ein hochwertig gefertigtes Stück aus Eiche überlebt Generationen. Jeder von uns hat wohl ein Großelternteil, wo es die klassischen, dunklen Eiche rutikal Möbel gesehen hat. Große Wohnwände, Rahmen für den Fliesentisch.... Ein deutsches Relikt.

Sie hat ein Farbtonspektrum von graugelb bis gelblichbraun. Eiche wird normalerweise zur Herstellung von Furnieren verwendet. Die Vorteile von Eichenholz sind seine gleichmäßige Textur, Festigkeit und Haltbarkeit. Der Nachteil ist, dass es zu Rissen und einem hohen Tanningehalt neigt, was zu einer Metalloxidation führt.

 

Die ist für den Möbelbau wie geschaffen. Das Farbspektrum reicht von hellgelb bis rosa-braun. Das Holz älterer Bäume ist braunrot. Buche ist ein ebenso sehr hartes Holz, aber es ist elastischer als die Eiche.
Dämpfen kann die Elastizität zusätzlich erhöhen, so dass sich das Buchenholz leicht biegen lässt. 
 
Möbel aus Kirschholz gelten als sehr elegant und weisen eine markante, rotstichig-dunkle Farbe auf. Dieses Holz wirkt beinahe wie ein Relikt aus alten Zeiten, wo Möbel noch für ein Leben lang und danach das Leben der Kinder angeschafft wurden. Sie werden heute noch gefertigt, erfreuen sich aber nicht mehr der Beliebtheit wie früher. Auch wenn es zu den teuersten Hölzern zählt. 

 

Für stark beanspruchte Flächen wie Treppen oder Tischplatten wird gerne zu Ahorn gegriffen. Dieser ist robust und reibt sich nur sehr langsam ab (30 HBW) Ahorn kann aus Eurasien Amerika und Afrika kommen. Je nach Herkunft variiert seine Farbe daher stark von sehr hell bis rötlich-grau.

 

Ein wahres Comeback erleben derzeit die Fichte (19 HBW) und die Birke (22 HBW). Diese hellen Hölzer passen ideal zum natürlichen, skandinavischen Einrichtungsstil. Durch das geringe Eigengewicht sind die Möbel hier massiv, aber nicht solche "Kolosse" wie manch andere Massivholzmöbel.

Fichte hat eine hohe Dichte an Astlöchern. Dies ist sein charakteristisches Merkmal und im Möbelbau Geschmackssache. Dafür ist sie aber belastbarer als Birke.

 

Lärchenholz wird weitestgehend als Bauholz genutzt. Es ist in Europa unser härtestes und schwerstes Holz. Eingesetzt wird es von Dachträgewerk bis zur Haustür. Durch seine Beständigkeit bei Witterung wird es auch gerne im Außenbereich verwendet. Seine Farbe ist rötlich-braun.

Kiefernholzgehört, wie auch das Lärchenholz, zur Gattung Nadelholz. Es wird zur günstigen Bauweise verwendet zb in Form von Spanplatten. Massiv werden sonst einfache Möbel gebaut, aber auch im Palettenbau findet Kiefer Beachtung.

  

Auch wenn unsere Heimat ein sehr gutes Holzvorkommen hat, lohnt es sich über den Tellerrand zu schauen und die tropischen Hölzer im Möbelbau zu beachten.

 

Mangoholz ist als Nebenprodukt der Obsternte von Mangos eigentlich ein Recyclingprodukt und somit ein sehr umweltfreundliches und nachhaltiges Holz. Die Mangobäume stehen circa 10 Jahre auf der Plantage und werden nach der Ernte in große Stücke gesägt, getrocknet und zur Möbelproduktion weiter verwendet. Dieses Holz ist aktuell sehr modern und wird noch ausschließlich als Massivholz verarbeitet.

Das Holz an sich ist relativ leicht und besitzt dabei aber eine hohe Dichte. Dies macht es Stabil.

Die Hoptik ist von hellbraun bis hin zu hell- und dunkelbraun gescheckt und die Oberfläche sehr glatt.

 

Woran ist die Qualität eines Massivholzmöbels zu erkennen?

Die Holzartenübersicht hat Euch hoffentlich geholfen die Hölzer in Ihrer Art und Nutzung besser einzuordnen. Die Wertigkeit von Holzmöbeln misst sich aber letztendlich in der Verarbeitung. Hier die Qualität zu erkennen lässt sich am Einfachsten an den Holzverbindungen. Am elegantesten und aufwendigsten sind die Verbindungen, die die beiden Holzenden miteinander verschmelzen lassen.

Bei der Zinkung werden Ecken wie ein Puzzle zusammengefügt. Bei der Stegverbindung geschieht dies unsichtbar im Inneren. Hier wird auf der einen Seite ein Schlitz und auf der anderen Seite ein Steg geformt. 

 

 


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